Aus persönlichem Verlust wurde eine nationale Aufklärungskampagne
Nicht jede Institution im Burda-Kosmos dreht sich um Verlagsgeschäft oder Kunst, die Felix Burda Stiftung entstand aus einer der schwersten privaten Erfahrungen der Familie und wurde daraus zu einer der wirkungsvollsten deutschen Gesundheitskampagnen.
Felix Burda - Hubert Burda - Jakob Burda
Seit 2001 macht die Stiftung Darmkrebs zum Thema öffentlicher Aufklärung, statt eines Tabus, mit messbaren Effekten auf Vorsorgezahlen in ganz Deutschland.
Anders als bei den übrigen Kapiteln des Burda-Kosmos steht hier kein Verlags- oder Markeninteresse im Mittelpunkt, sondern ein persönlicher Verlust, der zu gemeinnützigem Engagement wurde. Diese Redaktion ordnet die Fakten entsprechend zurückhaltend und respektvoll ein.
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Der Verleger: Hubert Burda
Vater von Felix Burda und Mitgründer der Stiftung.
10 Fakten, die man über die Felix Burda Stiftung wissen sollte:
Felix Burda: Ältester Sohn von Hubert Burda und Christa Maar, geboren 1967, gestorben am 25. Februar 2001 im Alter von 33 Jahren an Darmkrebs.
Gründung noch 2001: Hubert Burda und Christa Maar gründeten die Stiftung im selben Jahr, in dem ihr Sohn starb.
Sitz München: Die Felix Burda Stiftung hat ihren Sitz in München, das Stiftungskapital beträgt 300.000 Euro.
Darmkrebsmonat März 2002: Erster nationaler Aktionsmonat zur Darmkrebsvorsorge in Deutschland, seither jährlich wiederholt.
Gesetzliche Vorsorgekoloskopie: Ebenfalls 2002 wurde die Vorsorgekoloskopie als Kassenleistung für Versicherte ab 55 Jahren eingeführt.
Betriebliche Vorsorge-Pionierarbeit: Hubert Burda Media bot 2002 als erstes deutsches Unternehmen rund 5.500 Mitarbeitenden einen kostenfreien Risikotest an.
Größtes Darmmodell Europas: Seit 2008 tourt ein 20 Meter langes, begehbares Darmmodell durch Deutschland und weitere Länder.
APPzumARZT: 2011 brachte die Stiftung eine der ersten umfassenden Präventions-Apps für iOS und Android auf den Markt.
Felix Burda Award: Der jährlich verliehene „Oscar für Prävention" würdigt herausragendes Engagement gegen Darmkrebs.
Tod der Mitgründerin: Christa Maar, langjährige Geschäftsführerin, starb am 4. November 2022 im Alter von 83 Jahren.
Zeitleiste: Von der Diagnose zur nationalen Kampagne
Jahr
Ereignis
1967
Geburt von Felix Burda, ältester Sohn von Hubert Burda und Christa Maar
1999
Diagnose Darmkrebs bei Felix Burda
2001
Tod von Felix Burda am 25. Februar, noch im selben Jahr Gründung der Stiftung durch seine Eltern
2002
Erster Darmkrebsmonat März, gesetzliche Vorsorgekoloskopie ab 55, betriebliche Vorsorge bei Hubert Burda Media
2008
Start des größten begehbaren Darmmodells Europas
2011
Markteinführung der Präventions-App APPzumARZT
2021
20-jähriges Bestehen der Stiftung
2022
Tod von Christa Maar, Mitgründerin und langjährige Geschäftsführerin
2026
Verleihung des Felix Burda Award am 21. Juni in Berlin
Ein persönlicher Verlust als Ausgangspunkt
Felix Burda war zwei Jahre vor seinem Tod an Darmkrebs erkrankt.
Berichten zufolge bat er seine Eltern, sich dafür einzusetzen, dass anderen Menschen dieses Schicksal erspart bleibt, eine Bitte, die noch im Todesjahr 2001 zur Gründung der Stiftung führte.
Vom Tabuthema zur bundesweiten Kampagne
Mit dem 2002 ausgerufenen Darmkrebsmonat März gelang der Stiftung ein seltener Fall: ein Aktionsformat, das bis heute jährlich von Kliniken, Medienhäusern und Gesundheitsorganisationen mitgetragen wird.
Die parallele Einführung der Vorsorgekoloskopie als Kassenleistung machte aus der Aufklärungsarbeit einen strukturellen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.
Verbindung zum Medienkonzern
Anders als beim Museum Frieder Burda oder der Modemarke BurdaStyle ist die Verbindung zum Medienkonzern hier nicht kommerziell, sondern organisatorisch: Hubert Burda Media testete betriebliche Vorsorgeangebote 2002 zunächst an den eigenen Mitarbeitenden, bevor sich das Modell in der deutschen Wirtschaft verbreitete.
Aus dem Verlust eines Sohnes wurde eine der einflussreichsten Präventionskampagnen Deutschlands, das bleibt bis heute das eigentliche Vermächtnis der Felix Burda Stiftung.
Felix Burda Stiftung: FAQ
Die Felix Burda Stiftung mit Sitz in München ist eine 2001 gegründete gemeinnützige Stiftung, die sich ausschließlich der Prävention von Darmkrebs widmet und heute zu den bekanntesten Institutionen in diesem Bereich in Deutschland zählt.
Felix Burda (1967–2001) war der älteste Sohn von Hubert Burda aus dessen erster Ehe mit Christa Maar. Er starb am 25. Februar 2001 im Alter von 33 Jahren an Darmkrebs, etwa zwei Jahre nach seiner Diagnose.
Die Stiftung wurde 2001 von Felix Burdas Eltern, dem Verleger Hubert Burda und der Kunsthistorikerin Christa Maar, gegründet, noch im selben Jahr, in dem ihr Sohn starb.
Der Darmkrebsmonat März wurde 2002 von der Felix Burda Stiftung gemeinsam mit Partnerorganisationen als erster nationaler Aktionsmonat zur Darmkrebsvorsorge in Deutschland ausgerufen und findet seither jährlich statt.
Der Felix Burda Award, auch als „Oscar für Prävention" bezeichnet, würdigt herausragendes Engagement im Bereich der Darmkrebsvorsorge und wird jährlich im Rahmen einer Gala verliehen, die Verleihung 2026 findet am 21. Juni in Berlin statt.
Nein. Christa Maar, langjährige Geschäftsführerin der Stiftung, starb am 4. November 2022 im Alter von 83 Jahren in München.
Hubert Burda Media war 2002 das erste Unternehmen in Deutschland, das seinen damals rund 5.500 Mitarbeitenden an allen Standorten einen kostenfreien Darmkrebs-Risikotest anbot, ein Pilotprojekt für die spätere betriebliche Gesundheitsvorsorge.
Dazu zählen unter anderem das seit 2008 durch Deutschland tourende, 20 Meter lange begehbare Darmmodell sowie die 2011 gestartete Präventions-App APPzumARZT für iOS und Android.
Anders als das kulturell ausgerichtete Museum Frieder Burda oder der Medienkonzern Hubert Burda Media verfolgt die Felix Burda Stiftung einen rein gesundheitspolitischen, gemeinnützigen Zweck ohne kommerzielles Interesse.