Der Verleger: Hubert Burda

10. August, 2026 JBSMacht und Einfluss Logo

Vom Sohn der Wirtschaftswunderfrau zum Medienmacher

Hubert Burda übernahm nicht einfach einen Modeverlag, er baute ihn zu einem der größten Medienkonzerne Deutschlands aus, und wurde nebenbei zu einem der einflussreichsten Kunstsammler des Landes.

Schwarz-Weiß-Porträt des Verlegers Hubert Burda mit runder Brille, Anzug und Krawatte, der direkt in die Kamera blickt.
Wer ist Hubert Burda?

Als jüngster Sohn von Aenne und Franz Burda wuchs er im Verlagsalltag auf, entschied sich aber zunächst für die Kunstgeschichte, bevor er das Unternehmen seiner Eltern übernahm und radikal weiterentwickelte.


Auch Hubert Burda wurde mehrfach von der Fotografin Ingeborg Bock-Schroeder porträtiert, in einer Bildsprache, die seine Doppelrolle als Geschäftsmann und Kunstliebhaber sichtbar macht. Eine vertiefte Einzelanalyse finden Sie in ihrem ausführlichen Porträt.

Weiterlesen im Burda-Kosmos

Die Verlegerin: Aenne Burda

Seine Mutter, Gründerin von Burda Moden und Symbolfigur des Wirtschaftswunders.

Zum Porträt

Burda im Überblick

Familie, Konzern und Marke, alle drei Bedeutungen von „Burda" an einem Ort.

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Ehe im Rampenlicht

Ein Bündnis auf Zeit: Wie die Partnerschaft Furtwängler-Burda funktioniert(e)

Maria Furtwängler

10 Fakten, die man über Hubert Burda wissen sollte:

  • Geburt: Hubert Burda wurde 1940 als dritter und jüngster Sohn von Aenne und Franz Burda geboren.

  • Studium: Er studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Soziologie und wurde promoviert.

  • Erste Ehe: Mit Christa Maar hatte er Sohn Felix Burda (1967–2001), der an Darmkrebs starb.

  • Zweite Ehe: Ab 1991 war er mit der Schauspielerin Maria Furtwängler liiert, im August 2022 wurde die Trennung nach rund zwei Jahrzehnten Ehe öffentlich bekannt.

  • Unternehmerischer Ausbau: Unter seiner Führung wuchs Hubert Burda Media vom Modeverlag zu einem diversifizierten Medienkonzern mit Publikums- und Digitalmarken.

  • Kunstsammler: Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Sammler von Concept Art und trug den Begriff „Iconic Turn" mit.

  • DLD Conference: Hubert Burda gründete die internationale Digital-Life-Design-Konferenz mit, ein jährliches Forum für Digitalisierung und Innovation.

  • Felix Burda Stiftung: Nach dem Tod seines Sohnes gründete er eine Stiftung zur Darmkrebsvorsorge, die bis heute aktiv ist.

  • Nachfolgeregelung 2025: Seit Februar 2025 führen seine Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler die operative Verantwortung.

  • Vermögen: Hubert Burda gilt als einer der vermögendsten deutschen Verleger, mit Schätzungen im hohen einstelligen Milliardenbereich (USD).


Zeitleiste: Vom Verlagserben zum Medienunternehmer

Jahr Ereignis
1940Geburt in Offenburg als jüngster Sohn von Aenne und Franz Burda
1960erStudium der Kunstgeschichte, Germanistik und Soziologie, Promotion
1967Geburt von Sohn Felix Burda aus erster Ehe mit Christa Maar
1986Tod des Vaters Franz Burda
1994Übernahme der operativen Führung gemeinsam mit den Brüdern Franz jr. und Frieder
2001Tod von Sohn Felix Burda, Gründung der Felix Burda Stiftung
2005Erste DLD Conference in München, Tod der Mutter Aenne Burda
2022Bekanntgabe der Trennung von Maria Furtwängler nach rund zwei Jahrzehnten Ehe
2025Übergabe der operativen Verantwortung an Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler
2026Fusion von BurdaVerlag und BurdaForward, Berufung von Rebecca Gottwald als Chief AI Officer

Zwischen Verlag und Kunstgeschichte

Anders als seine Brüder interessierte sich Hubert Burda zunächst für die Kunstgeschichte, nicht für das Verlagsgeschäft.

Diese akademische Prägung blieb sein Leben lang sichtbar, in seiner Sammlung, seinen Schriften und seiner Nähe zur Bildwissenschaft.

Zurück im Familienunternehmen brachte er diesen Blick für Bilder und Bedeutung in die Verlagsarbeit ein, lange bevor „visuelle Kommunikation" zum Branchenbegriff wurde.

Vom Print-Imperium zum digitalen Medienhaus

Unter seiner Führung wuchs Hubert Burda Media weit über die Wurzeln seiner Mutter hinaus.

Publikumszeitschriften, digitale Marken und internationale Beteiligungen kamen hinzu, ein fortlaufender Umbau, der sich 2026 mit der Fusion von BurdaVerlag und BurdaForward sowie der erstmaligen Berufung einer Chief AI Officerin fortsetzt.

Sammler, Mäzen, Vordenker

Parallel zum Verlagsgeschäft baute Hubert Burda eine der bedeutendsten deutschen Sammlungen zeitgenössischer Kunst auf.

Mit seinem Bruder Frieder, Gründer des Museum Frieder Burda in Baden-Baden, verband ihn diese Leidenschaft über Jahrzehnte.

Mit der DLD Conference schuf er zudem eine Bühne, auf der sich Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur jährlich in München begegnen.

Familie und private Zäsuren

1967 wurde Sohn Felix aus erster Ehe geboren, dessen Tod 2001 an Darmkrebs zur Gründung der Felix Burda Stiftung führte.

Die spätere Ehe mit Maria Furtwängler endete 2022 mit einer öffentlich bekannt gegebenen Trennung.

Seit Februar 2025 liegt die operative Verantwortung bei seinen Kindern Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler, ein geordneter Generationswechsel nach jahrzehntelanger Führung.

Zwischen Bilanz und Bildwissenschaft: Hubert Burda verband unternehmerische Beharrlichkeit mit einem Gespür für Bilder, das seine Verlage bis heute prägt.

Hubert Burda: FAQ

Hubert Burda (geb. 1940 in Offenburg) ist der jüngste Sohn von Aenne und Franz Burda, promovierter Kunsthistoriker, Verleger und langjähriger Vorsitzender von Hubert Burda Media.

Hubert Burda zählt zu den Milliardären, nicht lediglich zu den Millionären. Verschiedene Schätzungen taxierten sein Vermögen zuletzt im hohen einstelligen Milliardenbereich (USD), Tendenz je nach Quelle und Jahr unterschiedlich.

Hubert Burda und die Schauspielerin Maria Furtwängler gaben im August 2022 ihre Trennung nach rund zwei Jahrzehnten Ehe öffentlich bekannt. Weitere private Details wurden seither nicht offiziell bestätigt.

Ja. Aus erster Ehe mit Christa Maar stammt Sohn Felix Burda (1967–2001), der im Alter von 34 Jahren an Darmkrebs starb. Nach ihm ist die Felix Burda Stiftung benannt.

Seit Februar 2025 haben Hubert Burdas Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler die unternehmerische und verlegerische Verantwortung übernommen.

Der „Iconic Turn" (Bildwissenschaft) beschreibt die These, dass Bilder in der modernen Gesellschaft eine dem Text vergleichbare Bedeutungsebene einnehmen. Geprägt wurde er maßgeblich vom Kunsthistoriker Gottfried Boehm, Hubert Burda trug wesentlich zu seiner Popularisierung bei.

Die DLD (Digital-Life-Design) Conference ist eine von Hubert Burda mitbegründete internationale Konferenz zu Digitalisierung, Innovation und Gesellschaft, die jährlich in München stattfindet.

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden wurde von Hubert Burdas Bruder Frieder gegründet. Beide Brüder teilen eine Leidenschaft für moderne und zeitgenössische Kunst, mehrfach wurden Werke der Familiensammlung dort gemeinsam gezeigt.

2026 fusionieren BurdaVerlag und BurdaForward zu einem gemeinsamen Medienhaus unter CEO Elisabeth Varn. Mit Rebecca Gottwald wurde zudem erstmals eine Chief AI Officerin berufen, ein Signal für die verstärkte KI-Strategie des Konzerns.

Aenne Burda (1909–2005) war deutsche Verlegerin und Gründerin von Burda Moden. Sie machte Mode durch den Einzelschnittmuster-Bogen für Millionen Frauen zugänglich und gilt als Symbolfigur des Wirtschaftswunders. Zum vollständigen Porträt.
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