Wer nach „Burda" sucht, sucht selten nur eine Sache. Hinter dem Namen stehen eine Unternehmerfamilie, ein milliardenschwerer Medienkonzern und eine der bekanntesten Modemarken Deutschlands, gleichzeitig, aber nicht deckungsgleich.
Was verbindet Aenne Burda, Hubert Burda Media und BurdaStyle?
Diese Pillar-Seite bündelt drei Perspektiven auf einen Namen: die Person(en) der Familie Burda, den Konzern Hubert Burda Media und die Marke Burda Moden/BurdaStyle, und verlinkt zu den vertiefenden Einzelartikeln.
Eigene Suchdatenanalysen zeigen ein auffälliges Muster: Wer „Burda" bei Google eingibt, sucht laut „Ähnliche Suchanfragen" meist Unternehmen, Jobs oder die Modemarke, während die „Nutzer fragen auch"-Fragen fast ausschließlich um Beziehungen und Familiengeschichte kreisen. Diese Seite ordnet beide Bedürfnisse an einem Ort.
Die drei Einstiege in den Burda-Kosmos
Die Verlegerin: Aenne Burda
Gründerin von Burda Moden, Symbolfigur des Wirtschaftswunders, 1909–2005.
Familienname, nicht Gattungsbegriff: „Burda" ist der Nachname der Verlegerfamilie und wird häufig fälschlich als reiner Markenname missverstanden.
Gründung 1949: Aenne Burda gründete in Lahr den Verlag „Aenne Burda", aus dem 1950 die Zeitschrift Burda Moden hervorging.
Drei Söhne, drei Wege: Franz junior, Frieder und Hubert Burda übernahmen 1994 gemeinsam die operative Führung des Verlags.
Franz Burda (1903–1986): Aenne Burdas Ehemann und Druckereiunternehmer, dessen Affäre mit Elfriede Breuer indirekt zur Gründung von Burda Moden beitrug.
Hubert Burda Media: Der heutige Medienkonzern verlegt unter anderem Focus, Bunte und BurdaStyle und beschäftigt mehrere tausend Mitarbeitende.
Fusion 2026: BurdaVerlag und BurdaForward wachsen zu einem gemeinsamen Medienhaus zusammen, CEO ist Elisabeth Varn.
Chief AI Officer: Mit Rebecca Gottwald besetzte der Konzern 2026 erstmals eine Führungsposition eigens für den KI-Einsatz im Newsroom.
Nachfolge 2025: Seit Februar 2025 tragen Hubert Burdas Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler die unternehmerische Verantwortung.
Museum Frieder Burda: Von Hubert Burdas Bruder Frieder gegründet, vom Architekten Richard Meier entworfen, zeigt moderne und zeitgenössische Kunst in Baden-Baden.
Felix Burda Stiftung: Benannt nach Hubert Burdas 2001 an Darmkrebs verstorbenem Sohn Felix, engagiert sich die Stiftung bis heute für Darmkrebsvorsorge.
Zeitleiste: Vom Modeverlag zum Medienkonzern
Drei Generationen, ein roter Faden: von der ersten Ausgabe im Nachkriegsdeutschland bis zur KI-Strategie 2026.
Jahr
Ereignis
1931
Heirat von Aenne und Franz Burda
1949
Gründung des Verlags „Aenne Burda" in Lahr
1950
Erste Ausgabe von Burda Moden mit Einzelschnittmuster-Bogen
1986
Tod von Franz Burda
1987
Burda Moden erscheint als erste westliche Frauenzeitschrift in der UdSSR
1994
Übergabe der operativen Führung an die Söhne Franz jr., Frieder und Hubert Burda
2001
Tod von Felix Burda, Gründung der Felix Burda Stiftung
2004
Eröffnung des Museum Frieder Burda in Baden-Baden
2005
Tod von Aenne Burda
2007
Start der Online-Plattform burdastyle.com
2022
Bekanntgabe der Trennung von Hubert Burda und Maria Furtwängler
2025
Nachfolgeregelung: Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler übernehmen die operative Verantwortung
2026
Fusion von BurdaVerlag und BurdaForward, Berufung von Rebecca Gottwald als Chief AI Officer
Die Familie: Von Aenne bis zur dritten Generation
Aenne Burda heiratete 1931 den Druckereiunternehmer Franz Burda.
Die Ehe war öffentlich sichtbar, privat aber von Affären auf beiden Seiten geprägt.
Aus der Verbindung gingen drei Söhne hervor: Franz junior, Frieder und Hubert.
Hubert Burda, geboren 1940, wurde zum prägenden Kopf der dritten Generation, Verleger, Kunstsammler und Popularisierer des Begriffs „Iconic Turn".
Sein Sohn Felix starb 2001 an Darmkrebs, seine Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler führen seit Februar 2025 die operative Verantwortung.
Der Konzern: Hubert Burda Media im Jahr 2026
Aus dem Modeverlag wurde ein diversifizierter Medienkonzern mit Publikumszeitschriften, digitalen Marken und Beteiligungen.
2026 verschmelzen BurdaVerlag und BurdaForward zu einem gemeinsamen Medienhaus, geführt von CEO Elisabeth Varn und CFO Lydia Rullkötter.
Mit Rebecca Gottwald als erster Chief AI Officerin setzt der Konzern ein klares Signal für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Newsroom.
Die Marke: Von Burda Moden zu BurdaStyle
Das Kernversprechen ist seit 1950 unverändert: Mode zum Selbernähen, verständlich und bezahlbar.
Heute lebt dieses Versprechen digital weiter, als BurdaStyle, online und weiterhin im Print.
Drei Generationen, ein Name: Burda steht für die Verbindung aus unternehmerischer Beharrlichkeit, publizistischer Innovation und familiärer Kontinuität.
Burda: FAQ
„Burda" ist der Familienname der Unternehmerfamilie und bezeichnet heute gleichzeitig eine Person (u. a. Hubert Burda), einen Medienkonzern (Hubert Burda Media) und eine Modemarke (Burda Moden/BurdaStyle). Es handelt sich nicht um einen Gattungsbegriff, sondern um einen Eigennamen.
Ja. Seit Februar 2025 führen Hubert Burdas Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler die unternehmerische und verlegerische Verantwortung, Hubert Burda Media bleibt damit in dritter Generation ein Familienunternehmen.
Burda Moden war das 1949 von Aenne Burda gegründete Print-Modemagazin mit Einzelschnittmuster-Bogen. BurdaStyle ist die heutige, digital ausgerichtete Fortführung dieser Marke, online und weiterhin im Print erhältlich.
CEO ist Elisabeth Varn, CFO Lydia Rullkötter. 2026 fusionieren BurdaVerlag und BurdaForward zu einem gemeinsamen Medienhaus; mit Rebecca Gottwald wurde erstmals eine Chief AI Officerin berufen.
Die Kernmarke ist historisch auf Nähschnitte und Schnittmusterbögen ausgerichtet. Für aktuelle Strickanleitungen empfiehlt sich die Prüfung des jeweils aktuellen BurdaStyle-Sortiments direkt beim Verlag.
Aktuelle Stellenangebote von Hubert Burda Media werden über die Karriereseiten des Konzerns sowie über Plattformen wie LinkedIn veröffentlicht.
Aenne Burda (1909–2005) war deutsche Verlegerin und Gründerin von Burda Moden. Sie machte Mode durch den Einzelschnittmuster-Bogen für Millionen Frauen zugänglich und gilt als Symbolfigur des Wirtschaftswunders. Zum vollständigen Porträt.
Hubert Burda (geb. 1940) ist der jüngste Sohn von Aenne und Franz Burda, Verleger, Kunstsammler und langjähriger Vorsitzender von Hubert Burda Media. Seit Februar 2025 hat er die operative Verantwortung an seine Kinder übergeben.
Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden wurde von Hubert Burdas Bruder Frieder Burda gegründet und vom Architekten Richard Meier entworfen. Es zeigt moderne und zeitgenössische Kunst und ist eng mit der Kunstsammlung der Familie Burda verbunden.
Die Felix Burda Stiftung wurde nach Hubert Burdas Sohn Felix Burda (1967–2001) benannt, der an Darmkrebs starb, und setzt sich seither für Darmkrebsvorsorge und -früherkennung ein.